Posts mit dem Label Biozertifikat werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Biozertifikat werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 10. Februar 2013

Monaco Vodka @ Distillers Bar oder: Munich Vodka War

"Lass uns noch was Wodka holen
russische Vitamine
Ich glaub, wir müssen nochmal hin
Ich glaub, der Typ schläft schon"
(Einstürzende Neubauten, "Yü-Gung", 1985)
Um russische Vitamine ging es hier bei wad bislang nur selten. Das soll auch so bleiben. Doch anlässlich der vom Trinkermagazin "Mixology" kürzlich ausgerufenen Vodka-Wars, muss ich den Zeigefinger - wie so oft - mal wieder auf München dirigieren.
Ein Samstagnachmittag in München-Schwabing. Es geht um Vodka, um eine Cocktailbar, das Schwabinger Publikum und um ein Münchner Original, das passender Weise den bürgerlichen Namen Franz Münchinger trägt.
Unter diesem Namen kennen den Monaco Franze, einen sogenannten Stenz, aber auch heute nur Insider. "Der Monaco Franze, das war doch der Helmut Fischer", so zumindest Volkes Meinung. Und das stimmt. So wie Horst Tappert Derrick war, so war der Schauspieler Helmut Fischer der Monaco Franze in der gleichnamigen Fernsehserie des BR. Leider wandeln die beiden realen Personen nicht mehr unter uns - doch sind sie aufgrund der Fleischwerdung ihrer beiden TV-Figuren auch weiterhin allgegenwärtig. Viele Aussprüche des Monaco (so die Kurzform) haben sich - auch Dank vieler TV-Wiederholungen, Video und DVD - erhalten und sind irgendwie in den täglichen Sprachgebrauch nicht nur seiner eingefleischten Fans eingegangen.

Aber das nur nebenbei zur Aufklärung für Menschen, die hierzulande z.B. auch Fragen wie "Wie schreibt man Krapfen? Mit K oder mit G?" stellen. Naja, Preisn eben. 

Ein cleverer Kopf hat sich nun diese Namen als Marken schützen lassen und so das Label "franzmünchinger" geschaffen unter dem bislang Lederhosen, Kaffeehaferl, Brotzeitbrettl, T-Shirts, ein Fahrrad (!) und noch dies und das vertrieben werden. Und jetzt eben auch der "Monaco Vodka". Ob nun der echte Franz Münchinger alias Monaco Franze alias Helmut Fischer dem Wässerchen überhaupt zugetan war, ist nicht überliefert. Aber das kümmert die "Munich Distillers" nicht, wenn sie "Münchens ersten Vodka" anpreisen, denn ihr Konzept geht viel weiter. Der "Monaco Vodka" ist vermutlich Deutschlands erste Spirituose mit eigener, exklusiver Cocktailbar inkl. Flagshipstore! Aber hallo!

In Letzterem, der räumlich an die Bar und den integrierten Destillierraum angegliedert ist, kann man die oben beschriebenen Produkte erwerben. In der Distillers Bar (Occamstr. 2, Barkarte) werden unter der Obhut von Barchef John Hofmann (Ex-Barista, Barzirkel München) täglich ab 18.00 Uhr (außer Montag) gemischte Getränke aller Art präsentiert. DJs, Livemusik und Monaco Franze auf Großbildleinwand runden das Unterhaltungsprogramm ab - Nervenkitzel à la Bombenexplosion in der Nachbarschaft gibts von Zeit zu Zeit gratis dazu.

Die Macher im Interview

Ich konnte bei Geschäftsführer Konstantin Graf von Keyserlingk und Barchef John Hofmann nachfragen:

whatadrink: Sie haben eine hochwertige Carl-Brennereianlage in einer Cocktailbar installiert. Was wird da alles produziert?

Konstantin Graf von Keyserlingk: Ja, das stimmt. Wir haben ein innovatives Konzept, das Bar und Destilleriebetrieb kombiniert. Was uns sehr wichtig war, ist, dass wir neben der Herstellung unseres Vodkas unseren Gästen in sogenannten Showbrenneinlagen zeigen können, wie Destillate verschiedenster Art entstehen und durch die Kombination von Gastraum und Manufaktur haben wir die Möglichkeit z.B. Limited Editions eines Gins, Aquavits oder eines Fruchtdestillats herzustellen, was der Kunde vor Ort live erleben kann.

wad: D.h. ich könnte heute zu Ihnen kommen und Sie produzieren hier - mit einer gewissen Vorlaufzeit - exklusiv einen whatadrink!-Gin für mich, anhand meiner Ideen, die ich in die Rezeptentwicklung einbringen kann?

GvK: In der Tat. Es gibt Bestrebungen von unserer Seite das Konzept in diese Richtung auszuweiten. Aktuell ist es so, dass unser Team Rezepte entwirft. Ab der zweiten Jahreshälfte 2013 soll es verschiedene Gins geben, die aber zunächst nur hier in der Bar ausgeschenkt und ggf. später als Limited Editions verkauft werden. 

Dass wir bestimmten Kunden, die Interesse haben, bereit sind tief in die Materie einzutauchen und auch kostentechnisch investieren wollen, die Gelegenheit geben ihre eigene Spirituose zu entwickeln, die z.B. als Firmen-/Kundengeschenk ausgestattet und customized wird, ist durchaus möglich. Man kann dann auch hier degustieren. Wir haben also ein Konzept, bei dem der Kunde uns mit der Umsetzung beauftragt, aber selbst auch daran beteiligt ist. So weit sind wir noch nicht, aber das wird kommen. In welcher Form das dann genau der Fall sein wird, lässt sich jetzt schwer sagen auch, wo sich eine solche Sache kostentechnisch ansiedeln wird. Wir hatten aber schon Nachfragen in diesem Bereich.

wad: Die Bar sitzt im Herzen Schwabings zwischen Schwabinger Sieben und Vereinsheim und wird daher wohl ein eher gemischtes Publikum haben. John, Du warst jetzt elf Jahre im "Barista", das sicher einen anderen Kundenkreis mit ganz geringem Anteil an sogenannter Laufkundschaft hatte. Wie siehst Du die Ausrichtung der Bar an der Besonderheit, dass eine Destille in selbiger steht?

John Hofmann: Nun, man könnte das hier auch als Eventlocation sehen. Eben durch die Destille, mit der man Erleben kann, wie eine Spirituose gebrannt wird. Das wird aber in der Regel tagsüber stattfinden. Am Abend ab 18 Uhr haben wir dann unsere Bar offen, mit der wir allerdings wegkommen wollen von der klassischen, kalten Bar, an der man sich auf den Drink konzentriert und wo man einen sehr schönen Drink haben und gute Gespräche führen kann, aber sonst nicht viel mehr erlebt. Unser Lokal ist so gedacht, dass man hier Spaß mit gut gelaunten Gästen hat - ohne dass es gleich ein Club ist. Die Drinks sind aber von der Qualität, wie man sie an der klassischen Bar erwarten kann.

wad: Im näheren Umkreis findet sich meines Wissens keine renommierte Cocktailbar. Die Szene konzentriert sich eher im Glockenbachviertel oder im Altstadtbereich oder liegt mit z.B. Goldene Bar oder Gabányi in ganz anderen Ecken oder besonderen Locations. Damit haben Sie hier ein Alleinstehungsmerkmal aber auch vielleicht den Auftrag, den guten Drink wieder nach Schwabing zu bringen. Ist das so?

JH: (lacht) Ja, das ist genau unser Ziel. Die ehemalige Ausgehmeile Schwabing oder Alt-Schwabing wurde in den letzten Jahren etwas vernachlässigt. Wir fanden diese Ecke aber wunderbar und es gibt wirklich nichts hier, was die Qualität und den Service anbietet, den wir anbieten wollen. Und wir meinen, dass Schwabing das verdient hat.

wad: "Monaco Vodka" ist sicher eine gute Mixspirituose. Aber in der Distillers Bar soll es nicht nur Vodkadrinks geben. Wo siehst Du die Schwerpunkte Deiner Barkarte?


JH: Wir arbeiten fast ausschließlich mit frischen Produkten. Aufgrund unseres gut gemischten Spirituosenangebots können wir natürlich alle gängigen Cocktails oder Longdrinks mixen. 100 Single Malts oder so brauchen wir nicht, da wir uns nicht als Whisky- oder Rumbar oder Wasweißichbar verstehen.

wad: Vodkabar?

JH: Es ist natürlich ein Schwerpunkt, dass wir unser Produkt verkaufen wollen. Das ist normal - das ist Marketing. Deswegen gibt es unseren Vodka auch in vielerlei klassischen Vodkacocktails und Eigenkreationen um ihn zu präsentieren.

wad: Die nächste Frage ist der Running Gag in Sachen Vodka: Was ist das besondere an Ihrem Vodka?

GvK: Vodka ist ja ein überall bekanntes Produkt und wird mit den traditionellen Herkunftsländern Polen und Russland in Bezug gebracht. Und dazu haben viele Menschen noch immer das Bild vom Kartoffelschnaps im Kopf. Viele Marken, insbesondere in Deutschland, nehmen auf die geografische Herkunft bezug und setzen auf russische Assoziationen mit verschnörkelten Elementen und dem Namen. Wir dachten uns aber, wir gehen komplett neue Wege, kehren das um und nehmen ein internationales Produkt aus seinem internationalen Umfeld und branden es sehr sehr stark lokal. Da kommt unser Monaco Franze als Sympathieträger dazu, der das Branding der Flasche maßgeblich prägt neben dem Münchner Gedanken, der sich auf dem Label der Flasche verwirklicht. Wir glauben, dass wenn wir die Qualität, die der Kunde von Premiumprodukten gewöhnt ist, in einem lokalen Münchner Umfeld machen können, ein ganz neues Produkt schaffen, das an Altbekanntes anknüpft und wir damit Erfolg haben werden.

wad: In welcher Kategorie ist Ihr Vodka denn anzusiedeln? 

JH: Er ist schon eher im traditionellen Bereich zu sehen. Er ist aus 100%-Bioweizen gemacht und trägt das Ökosiegel. Ich sehe ihn in der Premiumliga wobei wir auch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten können. Einen Vodka in dieser Qualität bekommt man zu diesem Preis eher selten bis gar nicht. Vodka ist nunmal eine Spirituose, die einen relativ geringen Eigengeschmack haben soll. Trotzdem hat jeder Vodka in irgendeiner Form einen Geschmack. Wobei Geschmack in diesem Fall eher Charakter bedeutet, da die Unterschiede nur Nuancen sind, die beim Purtrinken in Zimmertemperatur zu Tage treten. Im Cocktail ist das nicht zu Schmecken. Eine gute Spirituose soll nach meiner Meinung den Gaumen füllen und nicht so stark Nachbrennen. Unser Vodka hat diese positiven Eigenschaften und vor allem einen klaren Abgang mit einem gewissen Nachhall. Und man hat nach dem Genuss nicht das Gefühl, dass man gerade etwas Unangenehmes getrunken hat. Also keine Bitterstoffe oder Ähnliches.

GvK: Das typische Alkoholbrennen vermeiden wir auch durch unser Filtersystem, das von der TU München entwickelt worden ist. Das ist ein Element auf das wir sehr stolz sind.

Münchens erster Vodka contra Löwenwässerchen

So, danke für die Infos und das Gespräch. Hier auf dem Tisch steht nun "Münchens erster Vodka". Doch ist er das wirklich? Bekanntlich hat die Persephone Destillerie, die nur zwei Kilometer von der Distillers Bar entfernt liegt und seit einigen Jahren erfolgreich "The Duke - Munich Dry Gin" herstellt, seit 2012 den "Lion's Vodka" auf dem Markt. Doch der wurde erst beim BCB im Oktober vorgestellt, während die Distillers schon am 27. September auf einer Pressekonferenz ihren "Monaco" präsentierten. 1:0 für die Distillers in diesem kleinen Gefecht.

Aber nun gleich zur wichtigsten Kategorie bei Vodka: Die Flasche - zu deutsch: Packaging. Der Löwe kommt in einer gedrungenen, abgerundeten Bottle, die in der Rubrik "Verkostet & Bewertet" des oben schon erwähnten Magazins von dem geschätzten Berliner Barmann Arnd Henning Heissen wie folgt beschrieben wurde: "Eine Flasche, die aussieht, als ob zwei Studenten in ihrer freien Zeit ein Label ausgedruckt und auf eine Flasche aus dem Chemielabor geklebt haben und jetzt versuchen, damit bei ihren Klassenkameraden ein wenig ihr Taschengeld aufzubessern". Christina Schneider, auch in Berlin tätige Vorzeigefrau der Branche, schreibt im gleichen Blatt "schönes Logo, schnuckelige Flasche". Immerhin. Merke: Hier ging es um den "Lion's". Mehr dazu hier.

Verkostet und Abgewertet?

An dieser Stelle ein Ausritt. Dass Berliner Barmenschen von bajuwarischem Schnaps und dessen traditionellem Packaging nur wenig verstehen, mag einleuchten. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass "Mixology" dringend sein Bewertungssystem bei "Verkostet & Bewertet" überdenken sollte. Allzuviele Urteile landen hier in den letzten Ausgaben im Bereich 50-69 Punkte - "Solide" bis "Gut" also. Seltenst ist die Kategorie "Sehr Gut" und fast nie die Notenstufen "Ausgezeichnet" oder "Überragend" besetzt. Und wenn, dann landeten da ein Rhabarbernektar, zwei (überbewertete) Piscos, ein 30-Euro-Cachaca und eine inzwischen eingestellte Grapefruitlimo. Die Höchstnote hat meines Wissens nur der "Plantation" Overproof Rum vorletztes Jahr erreicht. Sind denn die Neuheiten der letzten Jahre echt so durchschnittlich? Liegt die Latte der (Berliner) Tester wirklich so hoch? Zuletzt kamen mir gleich drei von einander unabhängige Industrievertreterstimmen zu Ohren, die mit ihren Zensuren äußerst unzufrieden waren - gerade im Vergleich mit Konkurrenzprodukten. Auch ich selbst konnte manche Punktvergabe nicht mehr nachvollziehen. Aber das gehört ja gar nicht hierher...

Geschmack? Welcher Geschmack?

Wir waren bei der Flasche stehengeblieben und daher gibts nun ein paar Gedanken zur "Monaco"-Verpackung. Die Form ist schlicht (nix Bling-Bling) und pouringfreundlich. Der Drehverschluss (einzige Monaco Franze-Reminiszenz) spielt an der Bar keine Rolle - gleiches gilt für die Bio- und CO²-Neutral-Zertifikate. Das sind Endverbrauchergimmicks. Der rote Balken vorn mit kleiner Münchner Skyline und Schreibschrift ist ok, die Weizen- und Hopfenelemente sind recht dezent wie auch das große schwarze Monaco M, das vor einem dunklem Hintergrund praktisch verschwindet. Das Ganze ist aufgedruckt und nicht etwa aufgeklebt. Von mir gibts ein "Gut". Der "Lion's" liegt bei mir mit seinem Kalligrafielook aber vorn: 1:1.

Beide Brände sind saubere Vertreter ihrer Zunft. Der "Monaco" ist ein klares Allroundgenie, das sich sowohl hinter Massen-/Pouringbrands wie "Absolut" als auch hinter dem Premiumlager in den hochwertigen (?), gelaserten & satinierten Flaschen nicht verstecken braucht. Der "Lion's" wirkt in Sachen Mundgefühl etwas voller, die dafür verantwortliche Getreidemischung aus Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel (Die genaue Mashbill wäre interessant) macht ihn wohl auch eine Spur süßer. Ein "echter" Roggenvodka hat dann aber etwas mehr geschmackliche Power. Der Begriff Sippingvodka existiert übrigens nicht. Letztlich jagen mir beide meine Vodkalieblingsmarken "Green Mark", "Chopin"und "Wyborowa Exquisite Single Estate" nicht vom Acker, tun aber auch nicht weh. Spielstand 2:2.

Fazit: Unentschieden im Vodkakrieg. Münchens Andenkenläden und Naturkostinseln sollten die beiden neuen und wertigen Vertreter bayerischer Brennkunst im Regal haben. Der "Monaco" bietet sich auch fürs Pouring an. Ob die beiden sich überregional durchsetzen können, wird man sehen. Der Kartoffelvodka "Bavarka" von Lantenhammer ist preislich keine Konkurrenz, wird aber ebenso wenig am Schliersee destilliert, wie die beiden Münchner in Schwabing, da alle drei Hersteller nicht über entsprechende Anlagen/Genehmigungen verfügen. Die Distillers Filtern und Füllen aber zumindest dort ab.

Hinweis: Aufgepasst Stenz! Der Löwe war zuletzt beim "Ball des Sports" in der "Playboy Lounge" gesichtet worden während Du zum Fasching mit dem "Herrn der sieben Meere" am Faschingsdienstag eingeladen hast. Vodka ist Sex! Die letzte Folge des Monaco Franze im TV hieß übrigens "Abgestürzt".

Dienstag, 26. Juli 2011

Mezcal aus der Mezcaleria

Hinter "Mezcaleria" steckt der sympathische Architekt Axel Huhn aus Berlin, den der aufmerksame Leser des Barmagazins "Mixology" bereits aus der großen "Tequila- und Mezcalausgabe" des Fachblatts (Ausgabe 3/2011) kennen sollte. Herr Huhn hatte zusammen mit dem Münchner Barzirkel ins Wasserwerk zum Mezcaltasting geladen und rund 20 Vertreter von Szene und Fachpresse folgten dieser Einladung. Ich ließ mir diese Gelegenheit zu einem weiteren Kennenlernen, des von mir geschätzten Agavenbrandes - dem "Islaywhisky unter den klaren Bränden"-, nicht entgehen und hatte mir insgeheim die Beantwortung der ketzerischen Frage "Ist Mezcal der bessere Tequila?" vorgenommen. Und gleich noch eines vorweg: Es waren weder Würmer, Kakteen noch Sombreros anwesend...
Bevor es ans Probieren ging, erörterte Axel Huhn ausführlich die (rechtliche) Abgrenzung von Mezcal zu den anderen, ebenfalls gesetzlich definierten mexikanischen Agavenbränden Tequila, Sotol und Bacanora. Diese Infos kann der geneigte Leser in aller Ausführlichkeit auf der "Mezcaleria"-Heimseite nachlesen. Ich fasse nur kurz zusammen: Während bei Tequila bekanntlich das Ausgangsprodukt, die blaue Weberagave, genau definiert ist, ist das bei Mezcal nicht der Fall und so werden rund 50 verschiedene Agavensorten oder -varianten verwendet. Und Mezcal darf im Gegensatz zum Tequila in einem anderen Gebiet Mexicos hergestellt werden. Ansonsten gleicht die 1994 aufgestellte Regelung namens NOM-070-SCFI-1994, der von Tequila. Achja: In Mixology hängt Autor Georg Biron in seinem Artikel "Tränen des Vulkans" noch dem offenbar weitverbreiteten Irrglauben "Agave = Liliengewächs" an. Dabei stellt im gleichen Heft Michael Brückner fest, dass es sich vielmehr um Spargelgewächse handelt (Wikipedia wusste das übrigens auch schon). Aber das ist nur ein kleinerer Irrtum in der langen Geschichte von Tequila und Mezcal...
Neben diesen grundlegenden Informationen erschienen mir v.a. Huhns Schilderung der Herstellungsprozesse bei den einzelnen Produzenten, deren Brände er anbietet, höchst interessant. Besonders gut haben mir die Bilder von den eingemauerten tönernen Terrakotta-Brennblasen der Ángeles-Familie, Hersteller der "Real Minero"-Biomezcals gefallen (siehe Fotos unten) . Allen "handgemachten" Mezcals (Artisenal Mezcal) ist die Vergärung ohne Hefezusatz nur durch "wilde Hefen" und die zweimalige Destillation auf den gewünschten Alkoholgrad (also ohne Reduzierung durch Wasserzugabe) gemein.
Herr Meinke hat Tequila einmal als "Gaumenschmeichler" und Mezcal im Vergleich dazu als "rauhen, ehrlichen Gesellen" bezeichnet. Diese gutgemeinte Formulierung finde ich zwar durchaus vertret- und nachvollziehbar. Sie führt aber irgendwie zu dem Missverständnis, dass es sich dabei um einen anspruchslosen "Bauernschnaps" handle, was den vorgestellten hocharomatischen Südmexikanern in keinster Weise gerecht werden würde, denn sowohl die zugänglichen Brände der "Los Danzantes"-Reihe als auch die kräftigeren Abfüllungen der "Alipús"-Serie sind komplexe Kunstwerke - von den "Real Minero"- und den "Pierde Almas"-Mezcals ganz zu schweigen.

Im Detail sah das so aus: Zur Verkostung kamen die abgebildeten zehn Mezcals aus der Kategorie "Joven", was "Blanco" - also ungelagert - bei Tequila entspricht. An dieser Stelle geht es aber auch schon los mit den Schwierigkeiten zwischen den mexikanischen Normen, daher ein kleiner Einschub. Da für die gelagerten Kategorien ("Reposado"/ "Anejo") wie bei Tequila die Reifung in Weisseichenfässern vorgeschrieben ist, macht sich die von einigen Herstellern praktizierte mehrmonatige Harmonisierung in Glas- oder Tonbehältnissen (kennt man so auch von mitteleuropäichen Obstbränden) nicht bei der Bezeichnung bemerkbar. Insbesondere letztere machen sich im Geschmack aber sehr wohl bemerkbar, denn die Lagerung in einem im Boden eingegrabenen Tongefäß kann auch zu einer (gewollten) Ausprägung von mineralischen Noten führen. Da hilft dann das Rückenetikett weiter, sofern es - wie von Axel Huhn bei seinen Partnern angeregt - genaue Angaben zur verwendeten Agavenart, dem Herstellungszeitpunkt, der Anzahl der abgefüllten Flaschen etc. und eben einer möglichen Lagerung enthält. Aber ich schweife ab...

Kurz also noch meine Favoriten: Aus der "Alipús"-Reihe mag ich besonders den robust-frischen, rauchigen "San Juan Del Rio" (47% Vol., kultivierte Espadinagave), der sich bestens für allerlei Mixversuche (síehe Rezepthinweise unten) eignet. Bei "Real Minero" sind sowohl der herrlich-cremige (!) "Cuvée-Mezcal" (47% Vol.) aus vier verschiedenen, miteinander eingemaischten, zwischen 12 und 18 (!) Jahre alten Agaven, als auch der "Tobalá" aus der gleichnamigen, wildwachsenden Waldagave so herausragend, dass ich mich nicht entscheiden kann, welchen ich bevorzugen würde. Diese sind, wie auch die hochpreisigen Vertreter von "Pierde Almas" (mein Favorit: der süß-würzige "Tobaziche", 44,1% Vol.), reine Sipping Mezcals, denen man - da war sich die Runde einig - ihre jeweilige, relativ hohe Alkoholstärke nicht anmerkt.

Einer der Förderer von Qualitätsmezcal ist seit Mitte der 90er der Amerikaner Ron Cooper, dessen Firma "Del Maguey" damals "Single Village Mezcals" in den USA auf den Weg brachte. Mein erster Mezcal war so auch ein sehr eindrucksvoller "Tobalá" aus dieser Serie. Mit dem "Vida" hat "Del Maguey" mittlerweile ein in der US-Barszene offenbar sehr beliebtes, da wesentlich günstigeres Produkt am Start. Mich konnte der leichte und etwas eindimensionale "Vida" nicht so recht überzeugen. In Europa sind die "Del Maguey"-Brände bei TWE erhältlich.
Am Rande der Veranstaltung konnte ich Barfish-Chef Alexander Troopmann noch ein paar Fragen stellen...

whatadrink: Alex, Du betreibst seit einiger Zeit den Barfish-Onlineshop, der nicht nur gängige Spirituosen und Cocktailzutaten im Angebot hat, sondern auch die eine oder andere Spezialität. Bevor wir zum Mezcal kommen, wie hat sich Tequila als Produkt bei Euch in den letzten Jahren entwickelt? Welche "Tequilaklasse" (also Blanco, Reposado oder Anejo/Extra Anejo) wird am meisten nachgefragt?

Alex Troopmann: Der erwartete Tequila-Hype blieb in den letzten Jahren im großen und ganzen leider aus. "Leider" vor allem deshalb, da ich Tequila durchaus als spannende Spirituose befinde und auch die Qualität der 100%-Agave Produkte sich sehen lassen kann. Dazu kommt das optisch sehr gelungene Outfit so manches Tequila-Brands, der im Backboard auch geil aussieht. Am meisten nachgefragt ist der Blanco, dicht gefolgt vom Reposado. Anejo ist eher weniger gefragt, jedoch mixen viele unserer Kunden den Tequila eher, als ihn pur zu verkosten. Von daher fällt die Wahl eher auf "jüngere" Tequilas.

wad: In Sachen Mezcal hat Barfish bisher nur ein gängiges "Industrieprodukt" in seinem Shop. Wirst Du in der nahen Zukunft vielleicht einen Versuch mit der ein oder anderen Premium-Range (mit Endpreisen von 40 EUR aufwärts) starten?

AT: Das bekannte "Industrieprodukt" wird tatsächlich vor allem des (sinn-zweifelhaften) Wurms in der Flasche wegen gekauft, wie mir scheint. Als bekennender Cocktail Nerd gefällt mir die Idee des Premium-Mezcals sehr gut. Schon allein, um hier die Lücke für interessierte Connaisseurs zu schliessen, würde ich durchaus gerne den ein oder anderen Versuchsballon über der Agaven-Plantage steigen lassen.

wad: Wie schätzt Du persönlich als Cocktail-Aficionado das Potential von Mezcal in Deutschland ein? Glaubst Du, dass handwerklich hergestellter Premium-Mezcal bei uns den Stellenwert und die Marktposition von 100%-Agave Tequila erreichen kann?

AT: Da sich meiner Erfahrung nach auch Tequila in hoher Qualität nach wie vor erst weiter etablieren muss beim deutschen Gaumen, glaube ich nicht an den schnellen Erfolg von Premium-Mezcal hierzulande. Ich gehe eher davon aus, dass Mezcal die nächsten Jahre ein Nischenprodukt bleiben wird - vorerst. Und auch wenn Mezcal aus der "Tequila-Ecke" kommt, könnte ich mir vorstellen, dass er auch Gefallen bei Liebhabern von z.B. Obstbränden finden könnte. Gerade als Münchner ist mir jedoch nicht entgangen, dass sich die Barkultur mit grossen Schritten entwickelt und dies neue Perspektiven eröffnet. Wenn das Interesse an Cocktails und Barkultur weiter zunimmt in Deutschland, ist hochwertiger Mezcal zweifelsfrei eine tolle Bereicherung für alle Aficionados!

wad: Danke für das Interview, Alex.

Zum Abschluss noch ein paar Links: Während in Simon Difford's Cocktaildatenbank weiterhin nur ein Mezcaldrink zu finden ist, kommt man hier, hier und hier zu einer ganzen Menge neuer Anregungen. Mein Lieblingsmezcaldrink ist aber weiterhin "Man In Fire" von Gregor de Gruyther, den ich folgendermaßen zubereite:

Man In Fire

3cl Mezcal (Alipús - San Juan Del Rio)
3cl Lagavulin 16y / Laphroiag 1/4 Cask
1/2 Barlöffel Löwenzahnhonig
1 Barlöffel Agavensirup ("Naturel" Premium Bio)
3cl Limettensaft
shake + strain in (small) Tumbler (mit halbem Limettensaft-Rauchsalzrand)

Ob der Mezcal nun der bessere Tequila ist? --- Hm, irgendwie schon...

Dienstag, 19. Juli 2011

Alles Bio: Pergers Säfte und Dwerstegs Liköre

Die beiden Familienbetriebe "Perger" und "Dwersteg" hatten letzten Montag zu einem gemeinsamen Infonachmittag an den Sitz von "Perger" nach Breitbrunn geladen und neben zwei Herren vom Barteam des Münchner Leonardo-Hotels, den Machern der nagelneuen Züricher "saftlade"-Biobar, der Fachpresse und einigen Vertretern des Münchner Barzirkels war auch ich bei zunächst etwas zwielichtem Wetter mit an den Ammersee gekommen.

Dort begrüßten uns "Saftbaron" Freiherr von Perger nebst Gattin und Moritz Teriete, Marketingmann der Steinfurter "Dwersteg" Destillerie. Nach einem Rundgang durch die Pergersche Mosterei samt Abfüllanlage ging es per PKWs in Richtung Hechendorf zu einem Teil der firmeneigenen Holunderplantagen, wo sich aktuell 129 Schweine aus drei alten Rassen (Bunte Bentheimer, etc.) mit Blick auf den Ammersee nützlich machen. Die Tiere sind nicht nur für die Erzeugung erstklassigen Schweinefleischs zuständig und lockern mittels Rüssel den Boden auf damit kein Unkraut aufkommen kann, sondern vertreiben sogar die für die Buschbepflanzung schädlichen Wühlmäuse.
Zurück auf dem Anwesen der Pergers gab uns Moritz Teriete einen kurzen Einblick in die Historie der Destillerie "Dwersteg", die in unseren Breiten sicher noch nicht sehr bekannt ist. Die Produktphilosophie lässt sich in etwa so zusammenfassen: Qualität statt Quantität. "Dwersteg" hat sich dabei auf seine Kernkompetenz - hochwertige Liköre - konzentriert und bietet heute eine ganze Reihe - genannt "Dwersteg Organic" - von Biolikören an. Bisher geschah das vornehmlich im Bio-Einzelhandel. Dort war mir der Ingwerlikör "Gold Cat" schon aufgefallen. Nun soll aber auch die Barszene erobert werden. Die Likörreihe wird mit einem Weizenkorn (32% Vol.) und einem Weinbrand (38% vol.) abgerundet. Zudem stehen mit zwei Rum-, einer Vodka-, einer Blended Scotch- und einer Ginabfüllung der Londoner "Thames Distillery" fünf weitere Bio-Basisspirituosen im Portfolio.
Beim Durchprobieren der einzelnen Liköre fiel mir der geradlinige Bezug zur jeweiligen Sorte auf. Der Kaffeelikör (derzeit stammt der Rohkaffee aus Kolumbien) überzeugte mit einem schönen runden Gesamtbild und war weder zu süß, noch sprittig oder gar rumlastig (wie manch anderes Produkt). Interessant fand ich auch den Halbbitter Amaro (30% vol.), der unter Verwendung von frischer Orangen- und Zitronenzeste hergestellt wird. Dabei werden Bio-Früchte angeliefert, die dann von Hand geschält werden. So wird, nach Meinung von "Dwersteg", die benötigte Essenz perfekt in Eigenregie hergestellt. Im Vergleich zum italienischen Bitter "Amaro Nonino" mit seinen pfefferigen Noten im Abgang gefällt der Halbbitter mit seiner angenehmen Süße und dem deutlichen Orangenaroma. Er ist so eher fruchtig, als dass Kräuterzusätze überwiegen. Im Vergleich zum sprichwörtlich cremig-dickflüssigen Archetyp eines Crème De Cassis von "Boudier" (20% Vol.) kommt "Dwerstegs" Cassis (ebenfalls 20% Vol.) wesentlich leichter und mit ausgeprägter Fruchtnote auf den Gaumen. Er erscheint nicht so mehrdimensional, wie der Franzose, gefällt aber wie schon der Amaro durch sein ausbalanciertes Geschmacksbild. Wer also nach einem "neuen" Likörerlebnis sucht, sollte sich "Dwerstegs" Range durchaus einmal in Ruhe ansehen bzw. durchprobieren. Achja, der 40%ige Orangenlikör (kein "Triple Sec", eher "Orange Curacao") auf der Basis eines Weindestillats hat mir auch gut gefallen. Für die Gastronomie gibt es die Möglichkeit zum Direkteinkauf mit Gastropreisliste (Kontaktdaten siehe unten).

Bevor es ans Vermixen ging, konnten natürlich auch alle "Perger"-Produkte ausprobiert werden. Ich persönlich schätze besonders den Ananas- und den Mandarinensaft sowie die "Lukullus"-Serie, zu der der Chef persönlich die Erläuterungen gab. Insbesondere die drei Weißwein-Ersatz-Cuvées namens "Silvius", Aurelius" und "Quintus" kamen bei mir sehr gut an. Leider liegt die 0,375l-Flasche im Einzelhandel bei 5-6 EUR. Da macht der etwas günstigere Einkauf im Hofladen doppelt Spaß, da dort auch "rare" Spezialitäten wie die 0,2l-Abfüllungen "Apfel-Mango" (mit ausgeprägtem Mangoaroma) oder die nicht zu blumige "Edelblüte" (Holunderblütengetränk mit Trauben- und Zitronensaft) zu finden sind. Dazu gibt es dort auch die gesamte Auswahl an Fruchtsirup (Granatapfel!) und Bio-Limonaden sowie eine Bier- und Weinauswahl - alles Bio.
Den anwesenden Mixologen wurden als besondere Aufgabenstellung eine Sprituose bzw. ein Likör und ein Saft bzw. Mixer aus der Limonadenserie zugelost. Ich kam mit Gin und "Benny's Apfel-Himbeerschorle" gut weg, während andere Kombinationen wie z.B. Eierlikör und Kindersaft zu schwerem Kopfzerbrechen führten. Letztlich wurden an der Open Air-Bar aber zahlreiche erstklassige Kreationen vorgeführt, die Presse- und Fachleute gleichmassen überzeugen konnten bevor der rustikale Smokereigenbau zum Einsatz kam, um den gelungenen Tag mit Pergerschem Schwein und selbstgemachten Salaten abzurunden


Bezugsquellen:
Perger Säfte
Herrschingerstr. 51
82211 Breitbrunn am Ammersee
Tel.: 08152/8551
Fax: 08152/5738

Ludwig Dwersteg jun. GmbH & Co. KG
Altenberger Strasse 38
48565 Steinfurt
Telefon: 0 25 52 / 44 16
Telefax: 0 25 52 / 44 07
E-mail: info@dwersteg.de bzw. moritz.teriete@dwersteg.de

Mittwoch, 21. April 2010

Bottle To Bottle - Round 3: Ingwerlikör oder Bayern gegen Frankreich

Nein, der heutige Eintrag bezieht sich natürlich nicht auf das anstehende Duell im Champions League Halbfinale. Im Vergleich B-to-B treffen vielmehr zwei hochrangige Vertreter aus dem Lager der Liköre aufeinander: "Ginger Of The Indies" (0,7l, 35% Vol., ca. 13-15 EUR) aus der mittlerweile sieben Variationen umfassenden"Premium Liqueur"-Reihe von Giffard trifft auf den relativ neuen bayerischen Vertreter "Max & Daniel´s Ingwer Liqueur" (0,5l, 35% Vol., ca. 23-26 EUR) aus der Münchner Spirituosen Manufaktur der Persephone Destillerie, die mit ihrem Munich Dry Gin "The Duke" nicht nur in Bayern für Aufsehen gesorgt hat. Dass man Ingwerlikör auch selbst fabrizieren kann und dass es noch einige andere Anbieter auf dem Markt gibt, ist bekannt - bei B-to-B geht es aber erneut nur um den direkten Vergleich zweier Produkte.

Der Giffard, der aus "bestem Ingwer aus Asien" gewonnen wird, kommt in natürlich wirkendem Zitronengelb aus der Flasche. In der Nase wirkt er leicht und am Gaumen dominieren zunächst süße Töne bevor sich der Ingwer mit Pfeffertönen durchsetzt. Erst spät kommen im Abgang Bitternoten durch. Insgesamt passt das geschmackliche Erscheinungsbild zur Farbe des Likörs: Eher leicht, aber dafür natürlich.

Ganz anders zeigt sich der Münchner Vertreter. M&D´s Ingwer Liqueur (meine Probe stammt aus LN 03/2010/I) hat eine feine, goldbraune Farbe, die offenbar vom bei der Herstellung verwendeten braunen Rohrzucker und/oder von den 3%-Anteilen Jamaika Rum stammt, die zur Verfeinerung beigefügt werden. Noch eine andere sog. Puffersubstanz soll das Wesen des Likörs ausmachen, doch handelt es sich dabei - ja, wie soll es anders sein! - um eine geheime Zutat. In der Nase ist auch der Bayer angenehm zurückhaltend, explodiert dann aber mit kurzer Süße und feurigem Ingwer- und weißer Pfefferaroma am Gaumen. Nebenbei führt der Jamaikaner einen Tanz auf und gesellt sich perfekt zur Pfeffermeute. Dies ist ein absolut gelungenes Produkt (wie "The Duke" mit Biosiegel!) und daher der klare Sieger dieser Runde. Einziges Manko: Die optisch gelungene Flasche ist mit ihrem schweren Fuß und der schlanken Form ein potentieller Wackelkandidat auf der Backbar.

Auf der Persephone-Webseite wird der Ingwerlikör derzeit noch nicht erwähnt. Giffard bietet auf seiner Internetpräsenz übrigens eine ganze Reihe von Rezeptvorschlägen für den "Ginger...", aber ob man Ingwer- mit Melonenlikör, Gin sowie Kokos- und Kiwisirup kombinieren mag, ist jedem selbst überlassen.

Und noch was: Meines Erachtens zurecht wird die mangelnde "Mixability" des Münchners aufgrund der oben beschriebenen Rumnote kritisiert. Aber zum einen reicht mir mal hin und wieder ein Schuss davon zum Scotch (à la "Debonair" oder in Richtung "Penicillin") und zum anderen haben Max & Daniel wohl einen anderen Ansatz verfolgt.

Weiterführendes: tastings-blog.de und mixology.eu